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Ziellandekonkurrenz 2021

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Am 17. Oktober 2021 trafen sich neun Profi-Piloten der SGOW im Wettstreit um die präziseste Landung. Die jährliche Ziellandekonkurrenz ist nicht nur ein legendärer Herbstanlass, sondern auch Teil eines wichtigen Flug-Trainings zum Saisonschluss. Segelflugpiloten und -pilotinnen haben für die Landung jeweils nur einen Versuch. Es gibt kein «Durchstarten», kein «Ausweichen» – nur die eine fliegerische Entscheidung und dann ist Können gefragt. Das vorgesehene Landefeld ist für den Wettkampf sehr knapp limitiert und entspricht der Realität einer anspruchsvollen Aussenlandung. Keine Strafpunkte gibt es beim Aufsetzen mit dem Heckrad auf der weissen Linie, aber für Haaresbreite vor der Linie folgen brutale 25 Strafpunkte. Sieben Piloten setzten auf eine Punktlandung – aber nur zwei schafften diesen Challenge bei den jeweils zwei Landungen.

Entsprechend war die Rangliste sehr volatil: Web hat sich gegenüber 2020 vom 4. Platz mit heute nur zwei Strafpunkten auf Platz 1 geflogen – gefolgt von Reuti auf Platz zwei und Tula auf dem 3. Platz, im Mittelfeld auf Platz vier Flip, auf Platz 5 Strom, Lenti auf dem 6. Platz und im Schlussfeld Schletz auf Platz sieben, Rolli auf Platz acht und Stich immer noch unter den ersten 10 Plätzen J auf dem 9. Platz.

Der sportliche und gesellige Anlass fand bei schönstem, warmem Herbstwetter unter der profunden Leitung und Organisation von Schletz statt. Alle Teilnehmer danken den Organisatoren für die tolle Durchführung, unserem unermüdlichen Schlepppiloten Gregi für die perfekten Schlepp’s, unserem Starkoch Zoom für die kulinarischen Highlights, den «Cheerleadern» für die feinen Kuchen und allen Gästen und Zuschauern für den Applaus. Im Anschluss an den Wettkampf war noch Zeit für einige «Gästeflüge». Ein toller Event – wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr.    

Fliegergruss Stich

Streckensaison-Abschluss 2021

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Wahrscheinlich war es der letzte schöne Streckenflugtag 2021. Es sollte mich freuen, wenn ich mich irre.
Nachdem wir die Vorbereitungen für den Motorflugtag erledigt hatten, (danke für die spontanen Helfer morgens um 8 Uhr) wurden die Flieger am Briefing schnell verteilt. Da Zoom und Reuti die ASH nehmen durften, blieb sogar noch ein Platz frei im Twin, welcher von Philip pilotiert wurde. Dann ging es schnell in die Luft, wo dann allerdings etwas mehr Geduld gefragt war. Doch analysiert selber:
https://ayvri.com/scene/d9kdwyyej2/cksnb7j8h00063b6j310fcy9r
(Von Lift und Philip habe ich kein IGC-File, aber auch sie hatten spannende Flüge. PS: Zoom und ich brauchten noch etwas Motorunterstützung um von Adelboden wieder weg zu kommen.)


Nach der letzten Landung um 19.49 Uhr galt es noch alles zu verräumen und den Duo in den Anhänger zu verladen. Das brauchte mehr Geduld als auch schon. Aber gegen 21.30 Uhr war es auch geschafft und das Bier getrunken. Danke Rolli. Die Stimmung blieb bis zum Ende ausgezeichnet und so erinnern wir uns gerne an einen tollen Segelflugtag.

Ich hoffe (wie auch schon), dass wir nächstes Jahr mehr konstantes Streckenflugwetter haben und so noch mehr Piloten schöne Segelflugerlebnisse mit in die neue Woche nehmen dürfen.

Anbei noch ein paar Bildimpressionen.

SGOW Rundflüge
Klassikerphoto darf nicht fehlen.
Unser Duo mit Balsa und Rolli
ASH30Mi von Jens mit Zoom und Reuti
Pilatus von oben
Abgleiten nach Hochdorf
Dunkel ist es geworden.

Zweisimmen 2021, Woche 2

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Mit diesem Bericht schaue ich auf eine erlebnisreiche, aber nicht sehr fliegerisch aktive Segelfluglagerwoche in Zweisimmen zurück. Die Einschätzungen vom täglichen Meteobriefing fielen eher negativ aus und wurden als „eher schlecht fliegbar“ abgestempelt. Nichtsdestotrotz haben wir, Strom & Melanie, Quad & Belinda, Tram und ich uns nicht unterkriegen lassen, einige Flüge absolviert und das Lager in vollen Zügen (sowie auch Flugzeugen 😉) genossen. Zu Beginn der Woche durfte ich meine Einführungsflüge in Zweisimmen mit Oli Bachmann absolvieren um die Gegend, sowie den Flugplatz kennenzulernen. In dieser Woche waren angesichts der aktuellen Wetterlage, sowie den suboptimalen Thermikbedingungen eher regionale Flüge im Simmental angesagt. Auch am einzigen Tag dieser Woche, an dem das Wetter uns aus fliegerischer Sicht einigermassen in die Karten spielte, stellte sich die Dynamik in den umliegenden Bergen als eher schwierig heraus.

Nebst den wenigen Flügen, die wir tätigen konnten, wurde noch einiges an Alternativprogramm für das weniger fliegbare Wetter aus den Ärmeln des Lager OKs geschüttelt. Zum Auftakt meiner ersten Lagerwoche verfolgten wir von Gstaad aus ein Air Display des PC-7 Teams mit einem anschliessenden Ausflug an den Lauenensee. Weiter stand an der Tagesordnung ein Bike-Ausflug in die Mondlandschaft, um zur Abwechslung die atemberaubende Umgebung mal nicht aus der Vogelperspektive zu betrachten. Wir traten kräftig in die Pedalen und gelangten so auf den Weg über den Bettelberg zur Mondlandschaft, um dort die Aussicht auf die wunderschöne Mondlandschaft zu geniessen. Am einzigen Wochentag in dieser Woche, an welchem sich alle Piloten in der Luft befanden, begaben sich die Frauen auf eine Wanderung zum Seebergsee. Im Anschluss genossen wir einen gemütlichen Abend in der Walleggstube mit einem bekannten Gesicht – Stich mit seiner Frau besuchte uns an diesem Abend im Lager und sie zauberten uns allen ein Lächeln aufs Gesicht.

Zu guter Letzt wurde natürlich reichlich geschlemmert! Verkostet wurde unter anderem, abgesegnet von der „Gourmetaufsicht Tram“, in den Gaststuben des Hotel Kernen, Hotel Diana, Stöckli, Waldegg und in einer neuen Pizzeria in der Umgebung. Zwischendurch sorgte auch ein Grillabend auf dem Flugplatz Zweisimmen für vom Rauch „verstinkte“ Kleider. Dabei wurden wir mit einem leckeren Tomatenrisotto von den Oltenern verwöhnt. Dabei steuerten wir unser geliebtes „Cheli“ bei, das von Strom mit seinem Gourmetgaumen bis zur absoluten Perfektion abgeschmeckt wurde. Damit war bestimmt allen gedient und unsere Segelfluggruppen, Obwalden, Olten und Lenzburg, kamen sich ein weiteres Stückchen näher.

Alles in Allem schaue ich, sowie sicherlich meine Lagergspändli auch, auf eine gelungene, lustige und abenteuerreiche Lagerwoche zurück, in welcher das Fliegen leider ein wenig zu kurz kam, dafür deckten wir aber ein breites Spektrum an anderen Aktivitäten ab – die Magen sind bestimmt noch immer reichlich gefüllt mit den leckeren Speisen der vergangenen Woche.

Tobias Meier, Elix, 02.08.2021

Zweisimmen 2021, Woche 1

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7 Tage fliegbar. An allen 7 Tagen waren alle 3 Piloten (Strom, Quad, Web) jeweils in der Luft. Die zwei Flugzeuge (HB-3076 und HB-3439) haben 15 Starts absolviert und total 51h in der Luft verbracht. An vier Tagen ging’s ins Wallis und an einem Tag war ich sogar im Tessin unterwegs. Höhen bis zu 3500m im Berner Oberland und 3950m (MIL ON) im Wallis waren möglich. Dies die Zahlen zu Beginn.

Nach einer verregneten und Unwetter heimgesuchten Woche haben sich Tram, Strom, Quad und ich mit der neuen LS4neo und dem DuoDiscus am 17.7.2021 ins alljährige Lager Zweisimmen aufgemacht. Es zeichnete sich ein stabiles Hoch ab, so dass wir guten Mutes für die nächsten Tage waren. Wie gut es aber kommen sollte, ahnten wir in diesen Tagen noch nicht. Wir trafen ein durchnässte Zweisimmen an. Die Lagerteilnehmer des Vorblockes waren bereits am Mittwoch abgereist. Die Wiesen waren noch stark gesättigt. Das hohe Wasser der Simme drückte durch den Damm ins Grundwasser, so dass die Unterstände noch einige Zentimeter mit Wasser gefüllt waren. Obwohl die Feuerwehr die Unterstände auspumpte, war in den ersten Tage noch nicht mit einem Hineinstellen der Flugzeuge zu rechnen. Somit blieb unser Duo über Nacht jeweils noch im Anhänger.

Trotz des aufbauenden Hochs und des trockenen Wetters, führte die hohe Feuchtigkeit in den Böden am Samstag und Sonntag dazu, dass die Wolken noch tief hingen und nur bedingt Thermik entstehen konnte. Somit konnten wir diese beiden Tage aber optimal für ein paar ungezwungene Angewöhnungsflüge nutzen. Besonders Quad, der schon ein paar Jahre nicht mehr in Zweisimmen geflogen ist, machte erneute Einweisungsflüge. Strom und ich konnten uns am Sonntag sogar gut 2.5h in der Luft halten.

Ab Montag stellte sich dann gutes Segelflugwetter ein. Obwohl die Alptherm Prognosen für das Berner Oberland jeweils nur „schwach“ oder „mässig“ waren und die Thermik erst ab ca. 11 Uhr auswertbar war, hat sich das Berner Oberland wie schon viele Jahre zuvor von seiner schönen Seite mit hohen Basen bis teilweise 3500m und starken Schläuchen gezeigt. Somit konnte man die abwechslungsreiche und schöne Landschaft des Berner Oberlandes mit den grünen Hängen, vielen Dörfern und Seen, schroffen Felsen und weissen Gletschern optimal erkunden. Ich sprang an vier Tagen ins Wallis rüber und konnte meinen Horizont mit einem weiteren Sprung ins Tessin optimal erweitern. Auch konnte ich Strom und Quad das Wallis zeigen, so dass sie dann auch in den Folgetagen eigene Gehversuche im Wallis machen konnten. Somit war für alle etwas dabei um neue Erfahrungen zu machen und bestehende Erfahrungen zu festigen. Und schlussendlich kam damit das Genussfliegen auch nicht zu kurz. Das stabile Hoch blieb bis und mit Freitag, so dass wir jeden Tag aufs neue die guten Bedingungen geniessen und für uns persönlich optimal ausnutzen konnten.

Neben dem vielen Fliegen durfte auch das Gesellige und Kulinarische nicht zu kurz kommen. So hat uns Tram durch die guten Restaurants der Gegend geführt. Mit einem neuen asiatischen Restaurant in Zweisimmen haben wir sogar etwas Neuland betreten. Und der gesellige Grillabend am Donnerstag mit dem traditionellen obwaldner Cheli, sowie die selbstgemachte Paella von Oli Bachmann am Freitagabend haben zu einer ersten tollen Lagerwoche beigetragen.

Die zwei SGOWler im Kreis

Kleiner Ausflug ins Wallis

Mit der ersten Lagerwoche ging für mich dieses Jahr das Lager Zweisimmen auch schon zu Ende. Am Samstag reiste ich wieder talwärts – die ersten Regenschauen schon wieder im Rücken. Aber was will man mehr, als an allen sieben möglichen Tagen zu fliegen, fünf Tage davon mit gutem Segelflugwetter verwöhnt zu werden? Das gesellige und kameradschaftliche Nebenbei runden die Woche ab. Quad, Strom und Tram bleiben für eine zweite Woche in Zweisimmen. Elix wird sich ab Sonntag zu ihnen gesellen. Ich wünsche Ihnen eine schöne zweite Segelflugwoche mit tollen und erfahrungsreichen Flügen (oder Ausflügen). Ich freue mich schon auf das kommende Jahr in Zweisimmen.

Manuel Bitzi, Web, 25.7.2021

Gleitzahl 1:15

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Wenn die Thermik nicht so will, dann halt mal mit dem Motorflieger und Schlepppilot Gregi die Berge auskundschaften, die wir Segelflieger (Balsa ausgeschlossen) nur sehr selten nahe zu Gesicht bekommen.
Und gleichzeitig Ideen Sammeln für die nächste Skitourensaison 🙂

Unten schöne Wolkenformationen und oben beste Sichtverhältnisse!

Merci Gregi!

Wenn der Balsa mit dem Twin …

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… ins Wallis fliegt, dann ist das schon ein historischer Flug in der SGOW.
Leider war das OLC-File korrupt, darum wird es nur angezeigt, wenn man direkt auf die Flüge von Markus Schwarz klickt.

https://www.onlinecontest.org/olc-3.0/gliding/flightinfo.html?dsId=8437267

Anbei noch eine kleine Animation vom gelungenen Flug.
https://ayvri.com/scene/d9kdwyyej2/ckpwzjbxo00013a6j76xsoyt2

Einmal mehr zeigt es sich, wieviel der Pilot ausmacht! Herzliche Gratulation Balsa!

Tolles letztes Aprilwochenende

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Am Freitagnachmittag, dem 23. April, herrschte bei uns starker Dunst. Ich begleitete Jens auf seinem ersten Flug mit der ASH 30Mi. Ab Stockhorn wurde der Dunst weniger und die Blauthermik stärker. Nach gut drei Stunden waren wir am Matterhorn.

Auch der Samstag und Sonntag waren gute Thermiktage und liessen Flüge ins Wallis und ins Tessin zu.

Hier ein paar Eindrücke:

8./9. August: Ein tolles Wochenende

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Am Samstag waren wegen des Segelfluglagers nur 3 Flieger in Kägiswil, eine LS-6 und zwei LS-4. Das Alpenflugwetter meldete bei uns „schwach“. So waren nur Balsa, Beni und Zoom am Briefing. Balsa und Zoom wollten Richtung Wallis, Beni möglichst lange am Glaubenberg fliegen. Schon bald gab es erste Fetzen am Glaubenberg. LS-6 Pilot Balsa startete als erster um 10.51, die anderen zwei folgten sogleich. Es ging schon recht gut und so machten sich Balsa und ich auf den Weg ins Wallis. Vom Niederhorn aus flogen wir über den Niesen ins Berner Oberland. Jnfos Anweisung: Nie kreisen, immer der Krete entlang, konnte ich zwar nicht ganz befolgen.

Balsa flog voraus, ich in der 3220 hinterher. Als ich beim Sanetschpass den Funkknopf drückte, um Balsa aufzurufen, schaltete mein LX 7007 ab. Obwohl ich es sofort wieder einschaltete, wurde der Flug nicht akzeptiert. Schade. Wir flogen das Wallis runter mit Wendepunkt Chamonix. Balsa flog dann das Wallis hoch ins Bündnerland bis hinter den Splügenpass und über den Grimsel zurück. 546km. Ich flog über Verbier, den Lac des Dix und den Col d’Hérens zum Matterhorn. Beim Matterhorn kam ich auf rund 3900m. Danach flog ich zum Dom und kreiste mit der LS-4 auf 4150m mit den deutschen Superorchideen. Ein cooles Gefühl. Danach flog ich südseitig hoch zum Piz Rotondo und über den Grimsel zurück. Eigentlich wollte ich noch in Obwalden fliegen, aber die Basis war so tief, dass die Wolken teilweise auflagen. Dann bin ich halt abgesoffen. Beni flog über drei Stunden am Glaubenberg, eine beachtliche Leistung bei diesen Bedingungen.

Chamonix
Blick zurück ins Wallis
Das Matterhorn ruft
da muss ich drüber……
Vor Dom und Täschhorn gings auf Tageshöchsthöhe 4150m
Nach der Basis beim Dom war dieser Anblick enttäuschend

Sonntag, 9.8.: Heute wären wieder alle Flieger in Kägiswil, aber am Briefing waren neben der Flugschule nur Schalk und ich da. Die Prognose war wieder nicht wirklich gut, aber das „schwach“ vom Vortag war doch recht ansprechend. Wir nahmen selbstverständlich die zwei LS-6. Da die Basis am Vortag schnell absank, wollte ich früh starten. Ich hob um 10.35 ab. Schalk folgte sofort. Wir flogen zusammen Richtung Niederhorn, aber es lief nicht mehr so gut wie am Samstag. Da ich am Niederhorn auf 2500m kam, flog ich zum Stockhorn. Dort kam ich problemlos hoch. Schalk wollte noch Höhe machen, entschied sich dann aber, zurück zum Hasliberg zu fliegen und von dort Richtung Grimsel. Leider schaffte er es nicht ganz bis zum Pass und flog danach in Obwalden. Am Stockhorn kam ich auf 2600m. Alles ist blau, das habe ich so noch nie erlebt. Also schön den Hotspots entlang. An der Felswand Boltigen kam ich wieder auf 2600m. Ich flog über den Rawilpass ins Wallis. Auch dort alles blau. Eigentlich wollte ich wieder zum Mont Blanc, aber plötzlich war ich westlich von Sion auf 2150m. Nachdem ich mich in den Runsen hochgearbeitet hatte, wollte ich Richtung Obergoms fliegen. Das Unterwallis war blau, dafür hatte das Obergoms Wolken, sehr hohe Wolken. Am Aletschgletscher war ich auf 3300m, in Münster auf 3500 und so querte ich zum Pizzo Rotondo. Zwischen Gotthard und Lukmanier hatte es eine Wolkenstrasse, so flog ich teilweise über 200kmh. Dies half mir jedoch nicht, da ich in der Blauthermik und beim Ausgraben in Sion zuviel Zeit verloren hatte. Ich flog zurück zum Pizzo Rotondo und aus 3700m über das Reusstal an die Eggbergen und zurück. 409km.

Flört flog mit Philipp im Duo ins Berner Oberland und mit Andreas zum Niederhorn.

Fazit: Man darf sich nicht von einer schwachen Prognose abhalten lassen.

Niesen oder Stockhorn?
blau, blau, blau
Blaues Unterwallis
Viele Gleitschirme am Finsteraarhorn
Wie lange noch?
Gas geben
Wo ist der Segelflieger?

Zweisimmen 2. Teil

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1. Tag Samstag: Start

Mit dem Duo bin ich beim Überführungsflug leicht übers Zeil hinaus geschossen und statt in Zweisimmen in Sion gelandet. Trotzdem war es ein gelungender Auftaktflug für Zweisimmen Teil 2. Auch sonst war die SGOW recht aktiv. (Siehe Animation mit dem „Flug des Jahres“ von Milan)

Fliegen in alle Richtungen.


Fürs Lager hat alles wunderbar geklappt: Strom flog mit der LS6 am Nachmittag den Lagerrayon ab, Terra schaffte es trotz Stau rechtzeitig ans Briefing und auch Vroni, Tram und Michi mit Juna kamen wohlbehalten in Zweisimmen an.
Und ja, auch „meinen Katzen“ waren bei bester Gesundheit.
Traditionsgemäss assen wir abends im Hotel Diana, St. Stephan.

2. Tag Sonntag: Warten und Wandern

Leider kamen Terra und Strom wegen Rückenwind mit dem Duo nicht in die Luft und für die Umrüstung auf die LS6 war im Verlaufe des Nachmittags doch zuwenig Motivation vorhanden.
Vroni und ich machten derweil eine eBike-Tour. Via Rüwlispass und Horetube haben wir den Rinderberg umrundet.
Abends hat uns Tram ins Stöckli, St. Stephan geführt.

3. Tag Montag: Ausdauer

Auch heute war nicht unbedingt Terra’s Tag. In der mageren Blauthermik hat sie ihre LS-6-Flüge bald einmal abgebrochen und sich auf bessere Verhältnisse vertröstet.
Strom und ich zeigten da mehr Ausdauer. Frech sind wir mit dem Duo gleich als erste gestartet und fanden uns nach einer Stunde wieder im Abreisraum. Aber da gab es Aufwind und wir haben das Rad wieder eingefahren. Nach weiteren gut drei (!) Stunden fanden wir südlich der Spillgerten im 4. Anlauf endlich ein Schlauch auf 3000m und konnten dann die restlichen 3 Stunden geniessen.
Vroni macht derweil auch 1000 Höhenmeter zu Fuss hinauf zum Flueseeli und wieder hinunter.

Endlich Aussicht aus 3000m Höhe geniessen.

4. Tag Dienstag: Kein Glück

Auch im 3. Anlauf war Terra das Glück nicht hold, sodass auch der erste Flug im Duo mit Strom nur kurz war. Zu gerne hätten Vroni und ich den beiden von der Iffigen-Alp aus zugewunken. Vielen Dank an Tram für die Übernahme der Flugdienstleitung.
Wegen Gewittern endete der Flugtag vorzeitig, die Paella von Oli wurde auch Mittwoch verschoben und das Restaurant Bühlberg in der Lenk wurde stattdessen mit einem Besuch beehrt.

Was sind das für Maskierte?

5. Tag Mittwoch: Ruhetag

Fliegerisch Ruhetag und Wanderungen auf verschiedenen Routen ab Leiterli. Abends geniessen wir alle das Paella-Essen von Oli Bachmann.

Bravo Oli
Unsere Truppe, Juna genau hinter Terra.

6. Tag Donnerstag: Einfliegen

Heute geht es wieder in die Luft. Das Wetter wird jeden Tag besser. Terra und ich gehen diesmal mit dem Duo etwas später in die Luft mit dem Ziel irgend wann den Plaine-Morte-Gletscher von oben zu sehen. Nach gut 5h kreuz und quer bis zum Tour d’Aï ist es dann soweit und wir gleiten von Gletscher glücklich zum Stochhorn ab. Strom macht derweil ebenfalls einen Lokalflug um Vanille-Noir – Albristhorn – Stockhorn.
Abends essen wir in der Chemistube ob St. Stephan und schmieder erwartungsvoll Pläne für Freitag.

7. Tag Freitag: Hammertag.

Ein Hammertag ist angesagt und das haben sie auch in Kägiswil gemerkt. Wir sind am morgen kribbelig, weil nur 2 Schleppflugzeuge zur Verfügung stehen und zusätzlich die „Zweisimmer“ uns ihre Flugzeuge einfach vor die Nase stellen. Glücklicherweise kommen wir doch noch einigermassen rechtzeitig weg: Ich um 11 Uhr mit der LS6 und Strom mit Terra im Duo gleich nach dem Mittagspause. So tummelt sich nachmittags die ganze SGOW-Flotte im Alpenraum. (Siehe Animation mit dem tollen „Dreieck“ von Flört: Courmayeur, Piz Bernina, Kägiswil)

Wunderbare Flüge vom Mont Blanc bis zum Piz Bernina.


So macht Segelfliegen richtig Spass und es wurden einige persönliche Segelflugziele erreicht und gefeiert. Unter anderem flogen Strom und Terra im Duo ins Wallis und ich umrundete in der LS6 den Mont Blanc.

Daumen hoch nach dem Wallisflug.

NEU: OGN Live Logbook der SGOW Flotte

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Ich habe eine neue Funktion in die SGOW Homepage eingebaut. Neu werden die Flugbewegungen der SGOW Flotte anhand des OGN getrackt und in einem Logbook live als Start/Landeliste geführt. Dieses Logbook findest du im Internen Bereich oder direkt unter http://www.sgow.ch/intern/ognlogbook/.

Über die Auswahl kann man die Zeitdauer der Anzeige und allenfalls einen spezifischen Flieger anzeigen lassen. Wenn ein Flieger in der Luft ist, wird direkt ein Link zum Tracker angezeigt, so dass man den aktuellen Standort des Kollegen live verfolgen kann.

Wenn das Flugzeug gelandet und auch der Flug ins OLC hochgeladen ist. Kann das Logbook auch einen Link zum OLC-Eintrag herstellen, so dass man mit einem Klick auf den Link direkt auf den OLC Eintrag springen kann.

Nun wünsche ich euch viel Spann beim Auskundschaften der neuen Funktion und freue mich auf euer Feedback.

https://www.sgow.ch/intern/ognlogbook/

Web

Zweisimmen 1. Teil

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1.-3. Tag (Samstag bis Montag)

Tram und ich machten uns am Samstag nur zu Zweit auf den Weg nach Zweisimmen, weil Jens sich wegen dem Coronafolgen nicht von seiner Firma losreissen konnte. Tram logiert wieder im Diana und ich im Pfarrhaus. Die Pfarrerin ist mit ihrer Familie wie letztes Jahr in den Ferien und ich darf neben den Pflanzen noch einen Wurf von 3 Tage alten Büsis betreuen.

Zuerst waren sie brav im Keller, aber Mutter Kira hat sich in meiner Abwesenheit in den Windelkasten in der Stube gezügelt.

Wir geniessen Gastrecht bei den Segelfluggruppen Säntis und Basel-Fricktal und treffen viele alte Bekannte.

Gestern nachmittag konnte ich noch einen stündigen Lokalflug machen, aber ansonsten ist Erholung und Rennvelofahren angesagt.

4. und 5. Tag (Dienstag/Mittwoch)

Immerhin zwei Tage zum Fliegen. Am Dienstag auf dem Rückweg vom Hahnenmoos zwar abgesoffen und heute unmittelbar vom Klinkpunkt Hundsrügg ebenso. Was soll’s? Der Nachmittagsflug war dafür umso schöner. Fliegen mit Adlern und Bartgeiern, sowie die schöne Aussicht vom Stockhorn aus 2500m begeistern immer wieder.

PS: Gemäss Alptherm hätte man gar nicht ausräumen dürfen. Glücklicherweise teilte Lagerleiter Fabian aber meinen Optimismus und so gingen wir zwei alleine „an der Start“ und wurden belohnt.

6. und 7. Tag (Donnerstag/Freitag)

Zwei Ruhetage vor dem Wochenende für mich mit etwas „Ferienoffice“. Am Donnerstag waren wieder Lokalflüge möglich und am Freitag war Flugpause. Am morgen sehr interessante Theorieblöcke über SAR und die Landemöglichkeiten nach dem Start in Zweisimmen mit Animiationen.

8. Tag (Samstag)

Zwei Bilder sagen mehr als tausend Worte. Flugspass im Berner Oberland bei tiefer Basis.

Auf dem Heimweg nach Zweisimmen vor der Gummfluh links.

9. Tag (Sonntag)

Der Wunsch war der Vater des Gedankens (Es hat schon genügend Thermik im Wallis) als ich mich über den Santesch-Pass kurz entschlossen ins Wallis wagte. Aber bei der Crêta Baisse war tote Hose und erst bei Bella Lui oberhalb Montana fand sich etwas Thermik. Angekommen auf 2000m schaffte ich es in 2 Anläufen nach 1h wieder auf 2500m. Was nun? Vorwagen Richtung Raron (Eingang Lötschental, wo ich wohl mit rund 1800m angekommen wäre), oder zurück zur Crêta Baisse, wo es Wölki hatte? Ich flog zur Crêta Baisse, wo ich auch über der untersten Krete ankam. Aber leider war da nichts. Zu Dritt segelten wir langsam den Hang runter und ich entschloss bald einmal zur Landung in Sion.
Nach gut einer Stunde war ich wieder in der Luft und anschliessend flog ich noch einen Speedtask via Stockhorn, Roches de Naye, Hahnenmoss mit flotten 87km/h Schnitt. Spass pur. Zu gerne hätte ich den einen oder anderen Schlauch in Wallis versetzt.
Vier Zweisimmer wagten sich ins Wallis. Zweimal Landung in Sion, einmal in Raron und nur Harald schaffte es via Lötschental zurück.
Mein Wagnis wurde für einmal nicht belohnt, aber ein lehrreicher Tag (siehe Animation im Ayvri) war es allemal. Vielleicht wäre die beste Option gewesen es mit dem Oberwallis und dann via Grimsel, Hasliberg es wenigstens nach Kägiswil oder Thun zu schaffen.

Abends wieder glücklich zurück in Zweisimmen.

10. Tag: Montag

Einfach Ruhetag. Ein wenig Hilfe beim Flugbetrieb, Seele baumeln lassen, Mittagsschlaf und kleine Velotour zu den Iffigfällen.

11.-13. Tag: Dienstag-Donnerstag

Es ist wieder Flugwetter! Dienstag und Mittwoch waren „nur“ Lokalflüge möglich, aber die Basis stieg leicht und die Steigwerte auch. So konnte ich an meiner Technik und am Beurteilungsvermögen arbeiten.
Am Donnerstag war erstmals das Wallis für den Nachmittag leicht besser prognostiziert. So gab es um ca. 14 Uhr kein Halten mehr am Rawil und ich flog ins Blaue Richtung Grimsel. Keine Cumuli weit und breit, aber satte Schläuche und eine hohe Basis um 3’500m. Beim Retourweg ein Abstecher zum Matterhorn und dann den Cumuli entlang Richtung Courmayeur. Aber 20km vorher wendete ich nach Hause: Die fortgeschritte Zeit (17.15) und eine Cirrenabdeckung veranlassten mich dazu. Dafür blieb ich schön hoch und konnte den Sonnenhängen entlang via Fully und Niederhorn abgleiten.
Tja und abends jeden Tag grillieren auf dem Flugplatz.

14. Tag: Freitag

Nach drei Flugtagen ein willkommener Ruhetag und Zeit zum retablieren und Statistik zu machen.
11 Flüge an 8 Tagen mit 37h 18min Flugzeit. 2x lokal abgesoffen und einmal in Sion. 3 Flüge um 250km und ein wunderbarer Wallis-Rundflug am zweitletzten Tag mit 426km. Und das Wichtigste: Viel geflogen, tolle Stimmung im Lager und keine Schäden oder Unfälle.

https://ayvri.com/scene/d9kdwyyej2/ckcf7zppv00013b6a7rxic6kg
Gruppenphoto im Corona-Abstand.

Mit einem gemeinsamen Essen im Diana endet das Lager heute Abend.
Und ich freue mich auf Zweisimmen 2. Teil mit der SGOW.

Danke für die Gastfreundschaft der Fricktaler und vielen Dank an Tram für seine logistische Unterstützung und viele Flugdienstleiterstunden.

Verfolge die SGOW live auf dem Flugplatz Live Webcam