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8./9. August: Ein tolles Wochenende

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Am Samstag waren wegen des Segelfluglagers nur 3 Flieger in Kägiswil, eine LS-6 und zwei LS-4. Das Alpenflugwetter meldete bei uns „schwach“. So waren nur Balsa, Beni und Zoom am Briefing. Balsa und Zoom wollten Richtung Wallis, Beni möglichst lange am Glaubenberg fliegen. Schon bald gab es erste Fetzen am Glaubenberg. LS-6 Pilot Balsa startete als erster um 10.51, die anderen zwei folgten sogleich. Es ging schon recht gut und so machten sich Balsa und ich auf den Weg ins Wallis. Vom Niederhorn aus flogen wir über den Niesen ins Berner Oberland. Jnfos Anweisung: Nie kreisen, immer der Krete entlang, konnte ich zwar nicht ganz befolgen.

Balsa flog voraus, ich in der 3220 hinterher. Als ich beim Sanetschpass den Funkknopf drückte, um Balsa aufzurufen, schaltete mein LX 7007 ab. Obwohl ich es sofort wieder einschaltete, wurde der Flug nicht akzeptiert. Schade. Wir flogen das Wallis runter mit Wendepunkt Chamonix. Balsa flog dann das Wallis hoch ins Bündnerland bis hinter den Splügenpass und über den Grimsel zurück. 546km. Ich flog über Verbier, den Lac des Dix und den Col d’Hérens zum Matterhorn. Beim Matterhorn kam ich auf rund 3900m. Danach flog ich zum Dom und kreiste mit der LS-4 auf 4150m mit den deutschen Superorchideen. Ein cooles Gefühl. Danach flog ich südseitig hoch zum Piz Rotondo und über den Grimsel zurück. Eigentlich wollte ich noch in Obwalden fliegen, aber die Basis war so tief, dass die Wolken teilweise auflagen. Dann bin ich halt abgesoffen. Beni flog über drei Stunden am Glaubenberg, eine beachtliche Leistung bei diesen Bedingungen.

Chamonix
Blick zurück ins Wallis
Das Matterhorn ruft
da muss ich drüber……
Vor Dom und Täschhorn gings auf Tageshöchsthöhe 4150m
Nach der Basis beim Dom war dieser Anblick enttäuschend

Sonntag, 9.8.: Heute wären wieder alle Flieger in Kägiswil, aber am Briefing waren neben der Flugschule nur Schalk und ich da. Die Prognose war wieder nicht wirklich gut, aber das „schwach“ vom Vortag war doch recht ansprechend. Wir nahmen selbstverständlich die zwei LS-6. Da die Basis am Vortag schnell absank, wollte ich früh starten. Ich hob um 10.35 ab. Schalk folgte sofort. Wir flogen zusammen Richtung Niederhorn, aber es lief nicht mehr so gut wie am Samstag. Da ich am Niederhorn auf 2500m kam, flog ich zum Stockhorn. Dort kam ich problemlos hoch. Schalk wollte noch Höhe machen, entschied sich dann aber, zurück zum Hasliberg zu fliegen und von dort Richtung Grimsel. Leider schaffte er es nicht ganz bis zum Pass und flog danach in Obwalden. Am Stockhorn kam ich auf 2600m. Alles ist blau, das habe ich so noch nie erlebt. Also schön den Hotspots entlang. An der Felswand Boltigen kam ich wieder auf 2600m. Ich flog über den Rawilpass ins Wallis. Auch dort alles blau. Eigentlich wollte ich wieder zum Mont Blanc, aber plötzlich war ich westlich von Sion auf 2150m. Nachdem ich mich in den Runsen hochgearbeitet hatte, wollte ich Richtung Obergoms fliegen. Das Unterwallis war blau, dafür hatte das Obergoms Wolken, sehr hohe Wolken. Am Aletschgletscher war ich auf 3300m, in Münster auf 3500 und so querte ich zum Pizzo Rotondo. Zwischen Gotthard und Lukmanier hatte es eine Wolkenstrasse, so flog ich teilweise über 200kmh. Dies half mir jedoch nicht, da ich in der Blauthermik und beim Ausgraben in Sion zuviel Zeit verloren hatte. Ich flog zurück zum Pizzo Rotondo und aus 3700m über das Reusstal an die Eggbergen und zurück. 409km.

Flört flog mit Philipp im Duo ins Berner Oberland und mit Andreas zum Niederhorn.

Fazit: Man darf sich nicht von einer schwachen Prognose abhalten lassen.

Niesen oder Stockhorn?
blau, blau, blau
Blaues Unterwallis
Viele Gleitschirme am Finsteraarhorn
Wie lange noch?
Gas geben
Wo ist der Segelflieger?

Zweisimmen 2. Teil

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1. Tag Samstag: Start

Mit dem Duo bin ich beim Überführungsflug leicht übers Zeil hinaus geschossen und statt in Zweisimmen in Sion gelandet. Trotzdem war es ein gelungender Auftaktflug für Zweisimmen Teil 2. Auch sonst war die SGOW recht aktiv. (Siehe Animation mit dem „Flug des Jahres“ von Milan)

Fliegen in alle Richtungen.


Fürs Lager hat alles wunderbar geklappt: Strom flog mit der LS6 am Nachmittag den Lagerrayon ab, Terra schaffte es trotz Stau rechtzeitig ans Briefing und auch Vroni, Tram und Michi mit Juna kamen wohlbehalten in Zweisimmen an.
Und ja, auch „meinen Katzen“ waren bei bester Gesundheit.
Traditionsgemäss assen wir abends im Hotel Diana, St. Stephan.

2. Tag Sonntag: Warten und Wandern

Leider kamen Terra und Strom wegen Rückenwind mit dem Duo nicht in die Luft und für die Umrüstung auf die LS6 war im Verlaufe des Nachmittags doch zuwenig Motivation vorhanden.
Vroni und ich machten derweil eine eBike-Tour. Via Rüwlispass und Horetube haben wir den Rinderberg umrundet.
Abends hat uns Tram ins Stöckli, St. Stephan geführt.

3. Tag Montag: Ausdauer

Auch heute war nicht unbedingt Terra’s Tag. In der mageren Blauthermik hat sie ihre LS-6-Flüge bald einmal abgebrochen und sich auf bessere Verhältnisse vertröstet.
Strom und ich zeigten da mehr Ausdauer. Frech sind wir mit dem Duo gleich als erste gestartet und fanden uns nach einer Stunde wieder im Abreisraum. Aber da gab es Aufwind und wir haben das Rad wieder eingefahren. Nach weiteren gut drei (!) Stunden fanden wir südlich der Spillgerten im 4. Anlauf endlich ein Schlauch auf 3000m und konnten dann die restlichen 3 Stunden geniessen.
Vroni macht derweil auch 1000 Höhenmeter zu Fuss hinauf zum Flueseeli und wieder hinunter.

Endlich Aussicht aus 3000m Höhe geniessen.

4. Tag Dienstag: Kein Glück

Auch im 3. Anlauf war Terra das Glück nicht hold, sodass auch der erste Flug im Duo mit Strom nur kurz war. Zu gerne hätten Vroni und ich den beiden von der Iffigen-Alp aus zugewunken. Vielen Dank an Tram für die Übernahme der Flugdienstleitung.
Wegen Gewittern endete der Flugtag vorzeitig, die Paella von Oli wurde auch Mittwoch verschoben und das Restaurant Bühlberg in der Lenk wurde stattdessen mit einem Besuch beehrt.

Was sind das für Maskierte?

5. Tag Mittwoch: Ruhetag

Fliegerisch Ruhetag und Wanderungen auf verschiedenen Routen ab Leiterli. Abends geniessen wir alle das Paella-Essen von Oli Bachmann.

Bravo Oli
Unsere Truppe, Juna genau hinter Terra.

6. Tag Donnerstag: Einfliegen

Heute geht es wieder in die Luft. Das Wetter wird jeden Tag besser. Terra und ich gehen diesmal mit dem Duo etwas später in die Luft mit dem Ziel irgend wann den Plaine-Morte-Gletscher von oben zu sehen. Nach gut 5h kreuz und quer bis zum Tour d’Aï ist es dann soweit und wir gleiten von Gletscher glücklich zum Stochhorn ab. Strom macht derweil ebenfalls einen Lokalflug um Vanille-Noir – Albristhorn – Stockhorn.
Abends essen wir in der Chemistube ob St. Stephan und schmieder erwartungsvoll Pläne für Freitag.

7. Tag Freitag: Hammertag.

Ein Hammertag ist angesagt und das haben sie auch in Kägiswil gemerkt. Wir sind am morgen kribbelig, weil nur 2 Schleppflugzeuge zur Verfügung stehen und zusätzlich die „Zweisimmer“ uns ihre Flugzeuge einfach vor die Nase stellen. Glücklicherweise kommen wir doch noch einigermassen rechtzeitig weg: Ich um 11 Uhr mit der LS6 und Strom mit Terra im Duo gleich nach dem Mittagspause. So tummelt sich nachmittags die ganze SGOW-Flotte im Alpenraum. (Siehe Animation mit dem tollen „Dreieck“ von Flört: Courmayeur, Piz Bernina, Kägiswil)

Wunderbare Flüge vom Mont Blanc bis zum Piz Bernina.


So macht Segelfliegen richtig Spass und es wurden einige persönliche Segelflugziele erreicht und gefeiert. Unter anderem flogen Strom und Terra im Duo ins Wallis und ich umrundete in der LS6 den Mont Blanc.

Daumen hoch nach dem Wallisflug.

NEU: OGN Live Logbook der SGOW Flotte

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Ich habe eine neue Funktion in die SGOW Homepage eingebaut. Neu werden die Flugbewegungen der SGOW Flotte anhand des OGN getrackt und in einem Logbook live als Start/Landeliste geführt. Dieses Logbook findest du im Internen Bereich oder direkt unter http://www.sgow.ch/intern/ognlogbook/.

Über die Auswahl kann man die Zeitdauer der Anzeige und allenfalls einen spezifischen Flieger anzeigen lassen. Wenn ein Flieger in der Luft ist, wird direkt ein Link zum Tracker angezeigt, so dass man den aktuellen Standort des Kollegen live verfolgen kann.

Wenn das Flugzeug gelandet und auch der Flug ins OLC hochgeladen ist. Kann das Logbook auch einen Link zum OLC-Eintrag herstellen, so dass man mit einem Klick auf den Link direkt auf den OLC Eintrag springen kann.

Nun wünsche ich euch viel Spann beim Auskundschaften der neuen Funktion und freue mich auf euer Feedback.

https://www.sgow.ch/intern/ognlogbook/

Web

Zweisimmen 1. Teil

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1.-3. Tag (Samstag bis Montag)

Tram und ich machten uns am Samstag nur zu Zweit auf den Weg nach Zweisimmen, weil Jens sich wegen dem Coronafolgen nicht von seiner Firma losreissen konnte. Tram logiert wieder im Diana und ich im Pfarrhaus. Die Pfarrerin ist mit ihrer Familie wie letztes Jahr in den Ferien und ich darf neben den Pflanzen noch einen Wurf von 3 Tage alten Büsis betreuen.

Zuerst waren sie brav im Keller, aber Mutter Kira hat sich in meiner Abwesenheit in den Windelkasten in der Stube gezügelt.

Wir geniessen Gastrecht bei den Segelfluggruppen Säntis und Basel-Fricktal und treffen viele alte Bekannte.

Gestern nachmittag konnte ich noch einen stündigen Lokalflug machen, aber ansonsten ist Erholung und Rennvelofahren angesagt.

4. und 5. Tag (Dienstag/Mittwoch)

Immerhin zwei Tage zum Fliegen. Am Dienstag auf dem Rückweg vom Hahnenmoos zwar abgesoffen und heute unmittelbar vom Klinkpunkt Hundsrügg ebenso. Was soll’s? Der Nachmittagsflug war dafür umso schöner. Fliegen mit Adlern und Bartgeiern, sowie die schöne Aussicht vom Stockhorn aus 2500m begeistern immer wieder.

PS: Gemäss Alptherm hätte man gar nicht ausräumen dürfen. Glücklicherweise teilte Lagerleiter Fabian aber meinen Optimismus und so gingen wir zwei alleine „an der Start“ und wurden belohnt.

6. und 7. Tag (Donnerstag/Freitag)

Zwei Ruhetage vor dem Wochenende für mich mit etwas „Ferienoffice“. Am Donnerstag waren wieder Lokalflüge möglich und am Freitag war Flugpause. Am morgen sehr interessante Theorieblöcke über SAR und die Landemöglichkeiten nach dem Start in Zweisimmen mit Animiationen.

8. Tag (Samstag)

Zwei Bilder sagen mehr als tausend Worte. Flugspass im Berner Oberland bei tiefer Basis.

Auf dem Heimweg nach Zweisimmen vor der Gummfluh links.

9. Tag (Sonntag)

Der Wunsch war der Vater des Gedankens (Es hat schon genügend Thermik im Wallis) als ich mich über den Santesch-Pass kurz entschlossen ins Wallis wagte. Aber bei der Crêta Baisse war tote Hose und erst bei Bella Lui oberhalb Montana fand sich etwas Thermik. Angekommen auf 2000m schaffte ich es in 2 Anläufen nach 1h wieder auf 2500m. Was nun? Vorwagen Richtung Raron (Eingang Lötschental, wo ich wohl mit rund 1800m angekommen wäre), oder zurück zur Crêta Baisse, wo es Wölki hatte? Ich flog zur Crêta Baisse, wo ich auch über der untersten Krete ankam. Aber leider war da nichts. Zu Dritt segelten wir langsam den Hang runter und ich entschloss bald einmal zur Landung in Sion.
Nach gut einer Stunde war ich wieder in der Luft und anschliessend flog ich noch einen Speedtask via Stockhorn, Roches de Naye, Hahnenmoss mit flotten 87km/h Schnitt. Spass pur. Zu gerne hätte ich den einen oder anderen Schlauch in Wallis versetzt.
Vier Zweisimmer wagten sich ins Wallis. Zweimal Landung in Sion, einmal in Raron und nur Harald schaffte es via Lötschental zurück.
Mein Wagnis wurde für einmal nicht belohnt, aber ein lehrreicher Tag (siehe Animation im Ayvri) war es allemal. Vielleicht wäre die beste Option gewesen es mit dem Oberwallis und dann via Grimsel, Hasliberg es wenigstens nach Kägiswil oder Thun zu schaffen.

Abends wieder glücklich zurück in Zweisimmen.

10. Tag: Montag

Einfach Ruhetag. Ein wenig Hilfe beim Flugbetrieb, Seele baumeln lassen, Mittagsschlaf und kleine Velotour zu den Iffigfällen.

11.-13. Tag: Dienstag-Donnerstag

Es ist wieder Flugwetter! Dienstag und Mittwoch waren „nur“ Lokalflüge möglich, aber die Basis stieg leicht und die Steigwerte auch. So konnte ich an meiner Technik und am Beurteilungsvermögen arbeiten.
Am Donnerstag war erstmals das Wallis für den Nachmittag leicht besser prognostiziert. So gab es um ca. 14 Uhr kein Halten mehr am Rawil und ich flog ins Blaue Richtung Grimsel. Keine Cumuli weit und breit, aber satte Schläuche und eine hohe Basis um 3’500m. Beim Retourweg ein Abstecher zum Matterhorn und dann den Cumuli entlang Richtung Courmayeur. Aber 20km vorher wendete ich nach Hause: Die fortgeschritte Zeit (17.15) und eine Cirrenabdeckung veranlassten mich dazu. Dafür blieb ich schön hoch und konnte den Sonnenhängen entlang via Fully und Niederhorn abgleiten.
Tja und abends jeden Tag grillieren auf dem Flugplatz.

14. Tag: Freitag

Nach drei Flugtagen ein willkommener Ruhetag und Zeit zum retablieren und Statistik zu machen.
11 Flüge an 8 Tagen mit 37h 18min Flugzeit. 2x lokal abgesoffen und einmal in Sion. 3 Flüge um 250km und ein wunderbarer Wallis-Rundflug am zweitletzten Tag mit 426km. Und das Wichtigste: Viel geflogen, tolle Stimmung im Lager und keine Schäden oder Unfälle.

https://ayvri.com/scene/d9kdwyyej2/ckcf7zppv00013b6a7rxic6kg
Gruppenphoto im Corona-Abstand.

Mit einem gemeinsamen Essen im Diana endet das Lager heute Abend.
Und ich freue mich auf Zweisimmen 2. Teil mit der SGOW.

Danke für die Gastfreundschaft der Fricktaler und vielen Dank an Tram für seine logistische Unterstützung und viele Flugdienstleiterstunden.

Dreimal Matterhorn

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Nachdem wir die letzten Wochen bei starker Bise herumgekratzt hatten, herrschte am Pfingstmontag und -dienstag wirklich gutes Segelflugwetter. Dies obwohl das Alpenflugwetter nur „schwach“ prognostizierte. Am Pfingstmontag flogen Milan und Zoom zum Matterhorn, am Dienstag folgte Reuti und Zoom machte mit Roby Hess einen Passagierflug zum Plaine Morte Gletscher.

Hier ein paar Eindrücke von Milan, Reuti und Zoom:

Hoch über dem Gemmipass
Auch der Adler steigt gut!
Die LS-4 schnell unterwegs.
Es ist einiges los heute.
Reuti im Anflug
Milan im Anflug
Ds Hooore!
Zoom im Anflug
Leider ist der Gipfel in der Wolke…
Zoom und Roby Hess beim Plaine Morte Gletscher. Für die Fotosession wurden die Hygienemasken kurz abgezogen.

Wir haben eine Schlepppilotin!

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Heute hat Nuria Meier unter Aufsicht von Res Gfeller von der SGN ihre Schleppeinweisung abgeschlossen. Sie hat sich schon als Schlepppilotin für den 1.1. eingetragen.

Wir gratulieren Nuria, heissen sie in der SGOW willkommen und danken Res Gfeller.

 

„Gregi: Einmal in die Welle bitte!“ A true story.

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Am Sonntag sehe ich, dass sich Gregi für den Dienstag und Mittwoch als Schlepppiloten eingetragen hat. So ein Luxus. Ich muss nicht mal einen Schleppi suchen. Am Dienstag hat es mir zu viel Föhn. 19 Meter Sinken und 15 Meter Steigen pro Sekunde  kenne ich vom Novemberföhnflug. Das lieber nicht. Am Mittwoch soll der Föhn auf 5 hPa zusammenfallen. Vielleicht klappt es, andernfalls gibt es einen schönen Gleitflug. Copilot ist Baro, mit dem ich im August einen coolen Schwarzwaldflug machte.

Der Start verläuft sehr ruhig und die DB steigt sehr gut. Über der Frutt ein erstes leichtes Schütteln. Das wird wohl nichts heute. Vor dem Bonistock sehe ich, wie Gregi mit Aufkreuzen anfängt. OK, Wind. Wir fliegen Richtung Rotsandnollen und das Vario schnellt auf 4.5 m/sec. Das sollte reichen. Ich klinke, drehe sofort ein und beginne mit Hangachten. Es ist völlig ruhig, die Strömung komplett laminar. So ruhig, wie es sonst auf 5000mM ist. Wir steigen auf 3800m, ich nehme mit ZH Delta Kontakt auf. „Request to climb into airspace Charlie up to 5000m for six zero minutes.“ Er muss sich mit der Luftwaffe absprechen. ………. Nein, der Luftraum wird gebraucht. Schade. Ich bleibe auf der Frequenz. Nach 30 Minuten: „Tree eight tree niner, are you still on this frequency?“ – „Affirm“.  „I can offer you to climb up to 5000m for two two minutes.“ Stoppuhr einschalten und suchen. Genau in diesem Moment beginnen sich überall Wolken zu bilden. Wir müssen ausweichen und es steigt nicht mehr gut. „Tree four tree niner, please descend to flight Level 130 in the next two minutes.“ In einer halben Stunde könne ich es nochmals versuchen. Leider wird daraus nichts. Also über Walenstöcke, Brisen, Stanserhorn zurück an den Glaubenberg.

So einen ruhigen Föhnflug habe ich noch nie erlebt. Leider ist es unter der Woche sehr schwierig geworden, Freigaben zu erhalten. Der Flug war trotzdem toll. Ein grosses Dankeschön an Gregi.

Wenn Du das nächste Mal auf dem Platz bist, sag einfach: Gregi, in die Welle bitte!

 

Sechs SGOW-Kameraden getauft!

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Unter dem Motto „50 Jahre Mondlandung“ fand am Samstag, 16.11.2019 eine unvergessliche Taufe auf dem Flugplatz statt. Das Tauf-OK scheute keine Mühen und Kosten für eine würdige „Arena“. 
In einem fordernden Einstufungstest mussten die Piloten zuerst bei Tageslicht ihre Fähigkeiten als potentielle Astronauten unter Beweis stellen. Es bestanden alle Kandidaten dank ihrem unerschrockenen, tollen Einsatz.

Bei Dunkelheit und Kälte wurden die Täuflinge, nachdem sie selber die notwendige Höhe auf Harassen erklommen hatten, mit einem Seilzug ins kühle Nass befördert und auf folgende Namen getauft.

  • Kadi (Christoph Brun)
  • Chaschtä (Toni Fäh)
  • Ziit (Jens Fischer)
  • Elix (Tobias Meier)
  • Teer (Benjamin Wallimann)
  • Pet (Philipp Zeller)

Anschliessend wurde die Taufgemeinschaft mit Raclette, Wein, Café und Kuchen im warmen Baulokal verköstigt. Dank dem tollen Raclette-Ofen und dem Geschick von Strom, Claudia und Schürf musste niemand lange Hunger haben.

Dem Tauf-OK und all ihren Helferinnen und Helfern gebührt ein riesiges Dankeschön für den tollen Abend. Es gäbe noch einiges zu berichten, aber das bleibt dem Live-Publikum vorbehalten. Es besteht aber Hoffnung auf einen tollen Film von Rolli an der GV 2020 am 14. März 2020.

 

Ein Dank an Zoom und die ganze SGOW

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von Dölf Niederberger

Danke Zoom

Es ist mittlerweile schon zur Tradition geworden, dass Zoom als wohl der aktivste «unter der Woche-Segelflieger» seine «unter der Woche-Schlepppiloten» plus der eine und andere Ueberraschungsgast zu einem Nachtessen bei sich zu Hause empfängt. Wer Guido kennt, weiss, mit welcher Hingabe und Fantasie er jeweils seine Gäste zu verwöhnen vermag.

Dass ich an diesem Abend persönlich zur Ueberraschung wurde, war mir noch gar nicht bewusst. Wie gewohnt mit einem feinen Glas Weissen, ein paar träfen Sprüchen und vielem Lachen zur Begrüssung, wurde da grad der Grundstein für einen gemütlichen Abend gelegt.

Dabei entdeckte ich plötzlich beim Esstisch auffallend farbige Tischsets, wo ich doch bei genauerem Hinschauen, mich und mein ältestes Grosskind vor meinem allerletzten Flug mit der HB-ODH in eigener Verantwortung, entdeckte. Natürlich geschossen vom Meister Guido persönlich und das erst noch ohne Handy-Stick.

Noch während wir, Reuti, Flört, Thomas Geissdörfer, Gregi Jossen und ich über die originellen Telleruntersätze staunten, griff Guido schon zu seiner extra für den Abend gestalteten Menuekarte und erklärte uns natürlich mit entsprechenden Nebenbemerkungen, was er für uns schon vorbereitet und mit seinem verschwinden in die Küche noch fertig stellen werde.

So durften wir allesamt in der Form eines 5-Gänge Menues ein wunderbar angerichtetes und sehr feines Chateaubriand nach Müllers Art, mit allem Drum und Dran geniessen. Auf die fragenden Gedanken – wie kann Mann nur so fein kochen – liess Guido doch durchblicken, dass er und Pia für die Beschaffung einiger Spezialitäten doch mehrere europäische Länder und Lieferanten besuchen musste !

Lieber Guido

Du hast mich mit deinem sehr gelungenen, kulinarisch perfekten und lustigen Abend richtig berührt. Ich bin dir für alles von Herzen dankbar und wünsche dir und allen Fliegerkollegen allzeit erfüllende Flüge und immerwährende Happy-Landings.

Ganz liäbi Griäss an Alli
Dölf Niederberger (alt Schlepppilot)

Bergbahnen Hasliberg wegen des Föhnsturms geschlossen

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Am Mittwoch, 23.10.19, war wieder Föhn angesagt. Gregi hatte sich schon am Vorabend als Schlepppilot eingetragen.

Klappt es heute, dass ich mit Thomas Geissdörfer einen Föhnflug machen kann? Als ich die Hasliberg Homepage öffne, sehe ich, dass die Bergbahnen nicht fahren. Wind sollte es genug haben. Der Nebel löst sich auch auf. Wir starten um 13.45.

Der Schlepp verläuft ruhig, aber kurz vor dem Alpentower beginnt Gregi’s EDB zu tanzen. Wir klinken und fliegen über das Bergrestaurant. Sehr schnell kommen wir mit starkem Steigen auf 3100m. Höher schaffe ich es leider nicht. Ich fliege vor zur Gadmenfluh, verliere aber viel Höhe, deshalb zurück zur Tankstelle.

Es ist nicht mein Hasliberg-Tag. Also weiter zu den Walenstöcken. Auch da geht es hoch. Ich fliege vor Richtung Hahnen, verliere bei dieser Schleife jedoch 700m Höhe. Jä nu, dann halt ab zum Brisen. Dort steigen wir mit 5 m/s. Schon bald schauen wir von oben auf den Brisenspitz. Das starke Steigen hält an, aber die Luft wird immer ruhiger. Der Übergang in die Welle erfolgt sehr sanft. Das Vario singt in den höchsten Tönen. Geissi übernimmt und zeigt mir, dass er nicht nur airliner,  sondern auch unseren DUO voll im Griff hat. Leider erhalten wir von ZH Delta keine Freigabe, due to military activity. So geniessen wir die Aussicht aus knapp 4000mM. Beim Abgleiten über dem Glaubenberg treffen wir immer wieder Aufwinde an und über dem Sarneraatal geht er überall hoch. Wir wollen eigentlich landen…..

Die Seitenwind-Landung verläuft gut, das Verräumen auch, es wird jedoch schnell dunkel. Nach dem Hochladen der Rapporte verlasse ich das Baulokal. Der Föhn ist durchgebrochen. Zu Hause schaue ich mir im Liegestuhl im Garten bei 23 Grad die Fotos an.

Ein fantastischer Flug Schwarzwald-Jura

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14. August 2019

Wie aus einem gewöhnlichen Mittwoch ein aussergewöhnliches Flugerlebnis wurde!

An einem Dienstag ruft mich unerwartet „Zoom“ an:“Möchtest du morgen mit mir im Duo mitfliegen? „ Ich musste nicht lange überlegen, „Gerne, da bin ich jederzeit zu haben!“. So wurde dieser Tag für mich zu einem aussergewöhnlichen Flugerlebnis. Als ich noch aktiv flog, traute ich mich kaum allzu weit von unseren Bergen weg ins flache Mittelland. Wohl und entspannt fühlte ich mich als Voralpen- und Alpenpilot normalerweise erst oberhalb 1800m.

An diesem Tag zeigt mir Zoom, dass auch unterhalb dieser „Wohlfühl“- Höhe absolut entspanntes Fliegen möglich ist. Das gilt speziell für mich! Als geniessender Passagier vertraue ich voll den Erfahrungen und den fliegerischen Fähigkeiten des Piloten in Charge!

Die Alpen zeigen sich von Anfang an un-freundlich. Die Wolken hängen weit herunter und eine Besserung scheint nach Studium der Wetterberichte nicht realistisch zu sein. Flört und Schalk befinden sich ebenfalls auf dem Flugplatz und suchen alternative Flugmöglichkeiten. Das kleine Wunderding – Computer genannt – von Flört kann helfen. Die Sammlung an einfach zugänglichen WebCams zeigen ein phantastisches Wolkenband über der Jurakette. Allerdings kann die Querung des Mittellandes zu einer Herausforderung werden.

Kurz nach 12 Uhr, nachdem Flört und Schalk bereits gestartet sind und sich auch halten können, starten wir Richtung Schlierenkrete. Eine ganze Weile turnen wir zwischen 1700 und 1900m bis wir uns aus der Deckung der Berge in Richtung Napfgebiet vorwagen. So fliegen wir ziemlich entspannt! Wir sehen die Rauchsäule des letzten Köhlers vom Napf und versuchen auch die kleinsten Thermikbewegungen für uns zu nutzen.

Unsere Höhenreserve schwindet langsam aber stetig. Wollen wir nicht auf dem Napf wandern, müssen wir unbedingt etwas unternehmen. „Wir fliegen schon mal in flacheres Gebiet… und halten Ausschau nach flachen möglichen Landefeldern!“ Die Bemerkung von Zoom: „Fast alle Felder sind gemäht.“ tönt ausserordentlich beruhigend. OK….der „Krimi“ kann beginnen. Nach ca. 2 Stunden erreichen wir in der Nähe von Langenthal mit 1302m den Tiefenrekord des Hinfluges.

Zoom nützt mit grosser Ruhe und Geduld jeden „Wolkenhauch“ und wir schaffen es. Die Höhe nimmt zu und nach einer halben Stunde erreichen wir mit einer komfortablen Höhe die Gegend von Olten.

Das prophezeite Wolkenband über der Jurakette ist in greifbarer Nähe. Die Wolkenbilder auch in Richtung Deutschland stimmen optimistisch und Zoom will mir den Flugplatz Hütten, wo er mal unfreiwillig gelandet ist zeigen. Es läuft phantastisch und wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu weit in den Schwarzwald reinfliegen.

Also kehren wir wieder um und fliegen über den Rhein zurück. Rechts sieht man Basel mit dem Roche Tower und die Piste des Flughafens. Bald befinden wir uns über der Aare, welche sich im Sonnenlicht spiegelt.

Der Flug führt uns über den Weissenstein (SO) nach Biel bis zum Chasseral.

Auch wenn es noch so schön ist, müssen wir an das Zurückfliegen denken. Also schlägt Zoom vor, spätestens um 16:15 den Rückweg in Angriff zu nehmen.

Ja, und dann kommt es ganz dick. Wir fliegen zurück Richtung Olten. Die sorgenvollen Blicke Richtung Voralpen lassen nicht so richtig Freude aufkommen. In dieser Richtung sind kaum noch Wolken zu sehen. Zoom steuert Beromünster an, da haben wir die Möglichkeit zu landen und uns allenfalls wieder rausschleppen zu lassen.

Mit 1100m erreichen wir den Flugplatz, aber Zoom probiert alles, um nochmals einen Anschluss zu finden. Es ist bereits 17:15, aber es gelingt und Zoom erreicht wieder eine komfortable Höhe von 1900m. Eine Überhöhung von 800m um diese Zeit ist bemerkenswert.

Etwa um 18 Uhr zeigt sich uns das letzte Bild und wir wissen, dass der Rest kein Thema mehr ist und wir auf einen spannenden, anspruchsvoll en Flug zurückblicken können. Um 18:23 landen wir in Kägiswil.

Herzlichen Dank, Zoom für diesen wunderschönen Flug!

Ivo Laternser (Baro)

Lagerbericht Zweisimmen 2019 (Finale Version)

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Teilnehmer:
Stefanie Hautle (Terra) mit Partner Michi und Tocher Juna
Manuel Bitzi (Web) mit Ehefrau Karin und Sohn Lean
Hans Brunner (Tram)
Daniel Renggli (Strom) mit Freundin Melanie
Dennis Schürmann (Schletz) mit Partnerin Andrea und Tochter Liana
Peter Steinmann (Reuti) mit Ehefrau Vroni


Flugdaten von Zweisimmen im OLC

1. Tag: Samstag, 29. Juni 2019
Die Vorbereitung ist 90% des Erfolges. So dankt es die ganze Lagercrew, dass Zoom, Schalk und Jens Reuti behilflich waren beim Umbau des Anhängers auf die Duokonfiguration. Wir kommen gut in Zweisimmen an und montieren flink unsere drei Flugzeuge.
Reuti macht sich mit der LS6 gleich auf ins Wallis und kann die Lötschenlücke passieren. Schletz und Terra bringen sich in der Region mit dem Duo in Lagerform.
Wir starten unsere gastronomische Rundreise im Hotel Stöckli, St. Stephan.

2. Tag: Sonntag, 30. Juni 2019
Voller Tatendrang gehen wir ans Briefing und lassen uns durch die guten Aussichten motivieren. Netterweise übernimmt Tram den Flugdienst, sodass alle Piloten in die Luft können. Terra/Reuti fliegen im Duo nach Ambri und dann zum Matterhorn, Schletz mit der LS4 bis nach Fully und Web macht übers Wallis einen Rundflug bis an die Rothornkrete in die heimischen Gefilde und wieder zurück. Fluganimation.

Nachmittags stösst Strom zu uns. Alles was wir vergessen haben bringt er mit, ausser ein paar Flaschen Lagerwein, welche bei Tram zuhause unerreichbar gelagert sind. Am Abend haben wir beim üppigen Essen viel zu erzählen im Derby Zweisimmen.

3. Tag: Montag, 1. Juli 2019
Gemäss Alptherm erwartet uns heute thermisch so gut wir gar nichts. Aber unverdrossen montieren wir die Segelflieger und siehe da: Reuti kann mit Strom im Duo eine komplette Walliseinweisung inklusive Lötschenlückenpassage abfliegen. Terra bewegt die LS6 im Berner Oberland und Web flitzt zwischen Tour d’Aï und Lauterbrunnern hin und her. Fluganimation.
Abends zieht es uns ganz ans Ende des Simmentals ins Restaurant Simmenfälle  Das geplante Gruppenphoto fällt einem Gewitter mit Hagel zum Opfer.

4. Tag: Dienstag, 2. Juli 2019
Ruhetag für das SGOW-Team. Der fulminante Start mit 34h-Flottenflugzeit und 50h-Pilotenflugzeit übers Startwochenende fordert seinen Tribut. Die Familien machen einen Ausflug auf den Betelberg. Aber sonst ist Erholung Trumpf. Nachmittags stösst Vroni zu uns um Reuti im Pfarrhaus von St. Stephan Gesellschaft zu leisten.
Ausgeruht haben wir guten Appetit und lassen und im Restaurant Kreuz Matten köstlich bewirten.

5. Tag: Mittwoch, 3. Juli 2019
Wir haben wieder Kräfte gesammelt. Die Alpthermprognose ist wiederum lausig, aber wir hoffen auf die speziellen thermischen Bedingungen im Berner Oberland. Und siehe da: Terra/Web im Duo und Reuti in der LS6 gelingen schöne Lokalflüge.
Abends geht es nochmal in die Höhe ins Restaurant Chemi oberhalb von St. Stephan.

6. Tag: Donnerstag, 4. Juli 2019
Heute ist schönes Segelflugwetter prognostiziert, aber es sollte anders kommen. Reuti pausiert und macht eine kleine Höhenwanderung ab Rinderberg mit Vroni. Kaum sind sie in Schönried angekommen, brauen sich dunkle Wolken zusammen. Im Radar sehen sie, dass Schletz schon heruntergewaschen wurde und sich Strom/Web im Duo und Terra in der LS6 noch knapp halten können.Die Gewitterzelle sollte gemäss Radar nach 45min vorbei sein. Aber es regnete 3 1/2h wie aus Kübeln. Dank guter Einteilung konnten unsere Piloten bei akzeptablem Regen landen.
Abends ist bei strahlender Sonne gemeinsames Grillieren angesagt. Die Durchmischung der Gruppen hält sich aber in Grenzen. Trotzdem ist es ein fröhliches Nebeneinander und das Cheli von Strom und Michi mit moralischer Unterstützung von Tram ist ein voller Erfolg.

7. Tag: Freitag, 5. Juli 2019
Heute ist ein toller Segelflugtag angesagt. Terra und ich möchten mit dem Duo nach Courmayeur und Strom erstmals alleine ins Wallis mit der LS4. Nun, die Verhältnisse sind nicht ganz so toll wie angesagt. Flört kommt mit der LS6 aus Kägiswil angeflogen. Zusammen geht es dann über den Sanetsch ins Wallis und dann via Fully Richtung Courmayeur. Flört zeichnet netterweise ein paar Schläuche an, sodass Terra/Reuti ihre Nerven schonen können. Dann geht es retour ins Wallis und über die Lötschenlücke ins Goms. Aber das Tessin sieht nicht so toll aus und wir kehren zurück zu einem Genussflug ins Berner Oberland. Strom schafft es im Verlauf des Tages auch zu den Pässen ins Wallis, bleibt dann aber bei suboptimalen Verhältnisse diesseits des Alpenkammes. Fluganimation.
Am Abend stösst Melanie nach einer Töfftour aus dem Obwaldnerland zu uns. Vroni und auch Schletz mit Andrea und Liana machen sich am Morgen auf den Heimweg und wünschen uns noch ein tolles Lager.
Gemeinsam tafeln wir abends im Restaurant Reichenstein. Das Essen ist super. Aber der Saal ist so laut, dass man kaum sein eigenes Wort versteht.

8. Tag: Samstag, 6. Juli 2019
Heute lassen wir es gemütlich angehen. Die Prognose ist wie immer unsicher, doch es sollte nachmittags fliegbar sein. Aber es reicht nur zu einem kurzen Passagierflug für Melanie mit Pilot Strom im Duo. Mit den ersten Regentropfen schaffen wir es gerade noch den Duo im Unterstand zu platzieren. Dann können wir noch eine Landung im stürmischen Gegenwind von Altmeister Charly Bachmann verfolgen.
Das Wetter bessert sich gegen Abend wieder und wir geniessen das Paellaessen der Oltener auf dem Flugplatz.
Übers Wochenende schrumpft unsere Truppe wieder: Karin fährt mit Lean nach Hause und sendet uns schon bald Bilder von den Sturmschäden.
Aber Michi und Juna bleiben genau wie Tram bis zum hoffentlich glücklichen Ende.

9. Tag: Sonntag, 7. Juli 2019
Die Prognosen sind wiederum lausig und erneut sind Gewitter angesagt am Nachmittag. So entscheiden wir uns für Alternativprogramme. Alle ausser Reuti zieht es auf den Rinderberg. Strom, Melanie und Web flitzen mit den Trottis wagemutig in die Tiefe. Leider sind uns keine Bilder oder Ranglisten überliefert worden. Aber es geht alles gut und anschliessend machen sie die LS4 schon wieder für die Heimfahrt bereit. Terra, Michi, Juna und Tram erfreuen sich noch an einer Volksmusikformation, bevor sie mit dem Bähnli talwärts fahren. Reuti umrundet derweil den Hundsrügg mit dem Velo und präpariert sich so für einen zukünftigen Endanflug via Jaunpass.
Strom nimmt die LS4 im Anhänger mit nach Hause und Melanie kurvt mit ihrer Vespa zurück ins Obwaldnerland.
Am Abend im Diana stellen wir beim Nachtessen fest, dass es wohl auch ein ordentlicher Flugtag gewesen wäre. Schwierige Sache mit den Prognosen dieses Jahr.
Terra, Web und Reuti hoffen auf eine tolle 2. Woche mit vielen Höhenflügen, obwohl der Wochenstart nicht so grandios sein wird.

10. Tag: Montag, 8. Juli 2019
Gemäss Mittelfristprognose sollte heute der schlechteste Tag der Woche sein. Nach Alptherm erneut unfliegbar und Schauer am Nachmittag. Mittlerweile wissen wir uns aber auch ohne Prognose zurecht zu finden und montieren die LS6 und den Duo. Tram macht wieder FDL, sodass wir alle in die Luft können. Web schwingt sich mit der LS6 in die Höhe und macht im zweiten Versuch auch einen Abstecher ins Wallis. Aber nach einem Schlauch an der Crêta besse fliegt er bei dem düsteren Ausblicken ins Ober- und Unterwallis wieder zurück. Terra und Reuti müssen wegen dem Rückenwind warten, bis sie um Punkt 13.15h vom Robin in den verhangenen Himmel gezogen werden. Aber dann gibt es noch einen schönen Flug vom Simmental zum Genfersee.
Wegen den zu befürchtenden Wartezeiten bei nur einem Racletteöfeli verschieben wir hungrig ins Derby St. Stephan.

11. Tag: Dienstag, 9. Juli 2019
Jetzt kommt die Bise auf. Die Temperatur sinkt auf knapp über 22° und der Gradient der Radiosonde ist ziemlich senkrecht. Damit ist klar, dass keine Überlandflüge möglich sind und unser Flugrayon wird immer kleiner. Am morgen installieren wir die neuer Firmware-Updates auf den LX8008. Dann fliegen wir ab Mittag! Es ist alles tief (und um uns herum noch tiefer) mit einer Basis von rund 2’500m. Wir fliegen fast alle am selben Ort zwischen Wispile und Hundsrügg in einem Kreis von ca. 40km rund um Gstaad. Einige Piloten finden sogar noch kleine Wellen und steigen auf 3’500m. Aber die Wolkenabstände wurden dabei wohl minimalistisch ausgelegt.
Abends grillieren wir auf dem Flugplatz und sind gespannt ob die Bise mit den tiefen Temperaturen anhalten wird, oder ob unser Flugrayon wieder erweitert wird.

12. Tag: Mittwoch, 10. Juli 2019
Heute morgen sind Tram, Michi und Juna früher auf 3000m als wir. Sie machen einen Ausflug zum Glacier 3000 und sind ganz begeistert von der Reise und der Aussicht. Nur die indischen Touristen fallen negativ auf mit ihrer Aufdringlichkeit und den Geruchsemissionen. Aber sonst sind die drei ganz begeistert.
Wir Piloten lassen uns derweil von den miserablen Prognosen nicht entmutigen. Es klärt früher auf, wird etwas wärmer und die Bise flacht ab. So setzt am Mittag die Thermik ein und los geht es. Web/Terra im Duo und Reuti in der LS6 geniessen so stundenlang die Gegend zwischen Stockhorn, Rawilpass und Les Diablerets. Am Schluss läuft es sogar so gut, dass wir auch über 3000m kommen am Sanetsch und Rawil. Aber es sieht schon sehr speziell aus, wenn rund um unser Fluggebiet die Basis rapid abfällt.
Abends essen wir auf Vorschlag von Michi in der Wallegg-Stube hoch oberhalb der Lenk. Wir essen ausgezeichnet in diesem gemütlichen Restaurant und fallen nachher todmüde ins Bett. Langsam zeigen wir Wirkung.

13. Tag: Donnerstag, 11. Juli 2019
Heute ist selbst lokal nichts zu wollen. Unter der Führung von Tram und Michi machen Terra und Juna einen Bahnausflug von Zweisimmen nach Montreux. Die Hinfahrt geniessen sie in einem gediegenen Wagen der Belle Epoque. Auf der Rückfahrt begeistert sie die Aussicht im Panoramawagen.
Web und Reuti folgen derweil den Ausführungen von Daniel Frey über die Flugrouten nach Südfrankreich. Jetzt sind wir definitiv vorbereitet für einen Abstecher nach Courmayeur und darüber hinaus. Vielleicht klappt es ja im Herbst noch. Anschliessend widmen wir uns noch bürokratischen Arbeiten. Aber wir machen auch noch Sport: Web geht auf den Vitaparcours und Reuti mit dem Velo zu den Iffigfall oberhalb Lenk.
Abends sind wir beim Grillieren am Lagerabschlussabend auf dem Flugplatz. Das Cheli von Tram und Michi gelingt wieder ausgezeigt. Zwischenzeitlich ist Juna etwas betrübt weil Zauberer Charly Bachmann die Guetzli weggezaubert hat.

14. Tag: Freitag, 11. Juli 2019
Es macht sich langsam Aufbruchstimmung breit. Die Wetterprognose interessiert nach den Erfahrungen der letzten 14 Tagen nur bedingt. Mit dem erhoffen Zweisimmer Wetterbonus sollte es nachmittags nochmal fliegbar sein. Aber vorerst herrscht noch Rückenwind und wir essen geduldig  unsere Zwischenverpflegung.
Web macht die LS6 bereit, Terra/Reuti den Duo und Tram macht FDL.
Bei leichtem Rückenwind kann Web nach dem Mittag starten und sich mit Hangsegeln fast 3h in der Luft halten. Leider kehrt die Windrichtung aufgrund der Westwindkomponente nicht. Somit endet das Lager für Terra und Reuti mit einer kleinen Frustration, welche sie sportlich wegstecken. Sie putzen den Duo, verstauen ihn mit Hilfe der Oltener im Anhänger und erwarten die Landung von Web. Er macht die letzte Landung des Lagers und somit endet auch unser 23. Flug glücklich und unfallfrei.
Wir verschieben zum letzten gemeinsamen Nachtessen ins Diana und reservieren in unseren Agenden schon den Lagertermin 2020.

15. Tag: Samstag, 13. Juli 2019
Um 08.30 Uhr verabschieden wir uns beim Abschlussbriefing von unseren Segelflugkollegen und machen uns auf den Heimweg. In Kägiswil verrichten wir zuerst Baubetrieb, indem wir 3 Anhänger waschen und mit den entsprechenden Flugzeugen beladen, damit Tram sie nächste Woche vorführen kann. Dann schliesst Reuti noch die LX8080- und Flarmupdates ab. Anschliessend bringen wir unsere 3 Lagerflugzeuge wieder auf Vordermann und geniessen mittags ein letztes Sandwichessen aus den Restbestständen von Reuti. Um 14.45 haben wir es dann geschafft und das Lager Zweisimmen 2019 gehört der Vergangenheit an.

Das nächste Lager findet vom 25.8.-8.8.2019 statt. Ich glaube wir sind alle wieder dabei und bekommen hoffentlich Verstärkung.

Noch ein wenig Statistik: Wir sind an 11 von 14 Tagen geflogen und dabei 23x gestartet. Tram hat verdankenswerterweise an 3 Tagen Flugdienstleiter gemacht und unsere Abendessen organisiert. Die Piloten waren 146h in der Luft und unsere Flotte 102h. Dabei haben wir über 5’000km zurückgelegt, wenn man die Flüge von Terra noch berücksichtigt, welche sie nicht ins OLC hochgeladen hat.

Das nächste Lager findet vom 25.8.-8.8.2019 statt.

Name Flugzeit OLC-Punkte PIC CoPilot
Bitzi Manuel 36:42 1292 28:02 08:40
Steinmann Peter 42:53 1634 26:11 16:42
Renggli Daniel 15:46 671 13:57 1:49
Schürmann Dennis 9:43 523 9:43 0:00
Hautle Stefanie 41:24 350 24:23 17:01
146:28 4470

 

Flugzeug
Duo Discus 3439 44:36
LS6 3146 39:00
LS4 3076 18:40
Anzahl / Stunden 23 102:16
Verfolge die SGOW live auf dem Flugplatz Live Webcam